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9. Dezember 2025

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Strompreis­zusammensetzung 2026 – was Unternehmen jetzt wissen müssen

Die Strompreis­zusammensetzung in Deutschland befindet sich weiterhin im Wandel. Für das Jahr 2026 zeichnen sich deutliche Anpassungen bei den netzentgelt­basierten Umlagen ab, die gerade für Unternehmen unmittelbare Auswirkungen auf die Energiekosten haben können.

Claudia Starke - Abteilungsleiterin Energiewirtschaft

Claudia Starke

Aktuelle Umlagen 2026

Laut den Übertragungsnetz­betreibern gelten ab dem 1. Januar 2026 folgende Werte:

  • KWKG-Umlage: 0,446 ct/kWh (Vorjahr: 0,277 ct/kWh)

  • Offshore-Netzumlage: 0,941 ct/kWh (Vorjahr: 0,816 ct/kWh)

  • § 19 StromNEV-Umlage: 1,559 ct/kWh (Vorjahr: 1,558 ct/kWh)

In Summe ergibt sich damit eine Belastung von rund 2,946 ct/kWh – dies bedeutet einen Anstieg von etwa 11 bis 18 % gegenüber dem Vorjahr. Parallel plant die Bundesregierung einen Bundeszuschuss von 6,5 Mrd. €, um die Übertragungs­netzentgelte ab 2026 zu senken.

Auswirkungen auf Unternehmen

Diese Entwicklungen bedeuten für Unternehmen im Wesentlichen zwei Dinge:

  • Höhere Umlagenkosten durch die gestiegenen Anteile der KWKG- und Offshore-Umlage.

  • Gleichzeitig besteht die Möglichkeit einer Entlastung durch niedrigere Netzentgelte – allerdings ist deren Höhe regional unterschiedlich und nicht flächendeckend garantiert.

Durch diese Veränderungen verschieben sich die relativen Kostenanteile innerhalb der Stromrechnung deutlich. Besonders energieintensive Betriebe sollten daher prüfen, wie sich diese Faktoren auf ihre Gesamtkosten und ihre Wettbewerbsfähigkeit auswirken.

Handlungsempfehlungen für die Unternehmenspraxis

Um aktiv auf diese Entwicklungen reagieren zu können, empfehlen wir folgende Schritte:

  1. Kostenanalyse und Strukturprüfung
    Ermitteln Sie den Anteil der netzentgelt­basierten Umlagen an Ihren Stromkosten und analysieren Sie die Entwicklung über die letzten Jahre.

  2. Verbrauchs- und Lastmanagement optimieren
    Eine präzise Laststeuerung kann helfen, Umlagenanteile zu reduzieren sowie Effizienzpotenziale zu heben und damit Kosten zu senken.

  3. Standort- und Netzgebietsvergleich durchführen
    Da die Netzentgelte regional variieren, könnten sich für Multi-Site-Unternehmen Handlungsspielräume ergeben – z. B. durch Standortoptimierung oder Verlagerung bestimmter Verbrauchseinheiten.

  4. Vertragsstrategie anpassen
    Überprüfen Sie Ihre Stromlieferverträge im Hinblick auf Preisgleitklauseln, die Umlagenweitergabe sowie die Struktur der Netzentgelte. Eine frühzeitige Anpassung kann Kostenrisiken minimieren.

  5. Budgetplanung für 2026
    Kalkulieren Sie Szenarien sowohl mit als auch ohne staatliche Entlastung ein, um eine robuste finanzielle Planung für das kommende Jahr zu gewährleisten.


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