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3. März 2026

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IEA bleibt auf Kurs: Energiewende trotz politischem Gegenwind

Auf der jüngsten Konferenz der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris wurde deutlich:

Raimund Zangl - Geschaeftsfuehrer

Raimund Zangl

Der eingeschlagene Weg Richtung Klimaneutralität wird von einer klaren Mehrheit der Mitgliedsstaaten weiterhin unterstützt – trotz zunehmender politischer Spannungen, insbesondere mit Blick auf die Position der USA.

Während aus Washington der Appell kam, sich stärker auf die klassische Versorgungssicherheit zu konzentrieren, betonten zahlreiche Energieminister die zentrale Rolle der Energiewende im Umgang mit dem Klimawandel. Für die IEA ist das auch ein Signal der Legitimation: Das internationale Interesse an einer Mitgliedschaft wächst. Mit Kolumbien wurde ein weiteres Land aufgenommen, andere große Volkswirtschaften bereiten ihren Beitritt vor.

IEA‑Direktor Fatih Birol machte zugleich deutlich, dass Klimaneutralität bislang die Grundlage der zentralen Energieanalysen der Organisation bildet – wie sich dies künftig entwickelt, bleibt jedoch offen. Auffällig war, dass die Konferenz ohne ein gemeinsames Abschlusskommuniqué endete, was die bestehenden Differenzen unterstreicht.

Ein Punkt, bei dem Einigkeit herrschte, ist die strategische Bedeutung kritischer Rohstoffe. Die IEA will hier stärker koordinierend eingreifen, um Lieferketten robuster zu machen und Abhängigkeiten zu reduzieren. Die Lehren aus der Ölkrise der 1970er‑Jahre seien aktueller denn je – nur gehe es heute um Mineralien statt um Öl.


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