Power Purchase Agreements (PPA) sind längst ein zentraler Baustein moderner Energieeinkaufsstrategien.

Raimund Zangl
Als bilaterale Verträge zwischen Stromproduzenten – häufig Betreiber von Wind- oder PV-Anlagen – und Abnehmern wie Unternehmen oder Händlern bieten sie maximale Flexibilität und Planungssicherheit.
Doch nicht nur die Vertragsstruktur zählt – entscheidend ist das gewählte Lieferprofil. Es beeinflusst Kosten, Risiko und Nachhaltigkeitswirkung maßgeblich.
Die wichtigsten Liefermodelle im Überblick:
- Pay-as-Produced
Der Käufer übernimmt den Strom exakt zum Zeitpunkt der Erzeugung – unabhängig vom eigenen Bedarf. Das reduziert das Volumenrisiko für den Produzenten und schafft echte Zeitgleichheit zwischen Erzeugung und Verbrauch. Dieses Modell steht für maximale Nachhaltigkeit.
- Pre-defined Profile
Hier wird Strom nach einem vorher definierten Abnahmeprofil geliefert. Der Produzent garantiert bestimmte Mengen zu festgelegten Zeiten und trägt das Risiko bei Abweichungen – etwa durch Zukäufe am Markt. Für den Abnehmer bedeutet das hohe Planungssicherheit.
- Baseload-Profil
Eine konstante Stromlieferung – 24/7. Ideal für Produzenten mit stabiler Erzeugung. Abweichungen müssen vom Produzenten ausgeglichen werden. Dieses Modell bietet dem Abnehmer Versorgungssicherheit und dem Produzenten ein kalkulierbares Risiko.
- Pay-as-Nominated / Pay-as-Forecasted
Der Produzent liefert eine im Voraus prognostizierte Strommenge. Abweichungen müssen ausgeglichen werden – etwa durch Markttransaktionen. Dieses Modell erfordert präzise Prognosen und wird häufig in Bilanzkreislieferungen eingesetzt.
